Mitschreiben
Mitschreiben heißt, beim Zuhören oder Lesen die wichtigen Punkte aufzuschreiben, und zwar so kurz, dass du später damit lernen kannst. Ziel sind Notizen, die du wirklich nutzt, in eigenen Worten, kein Wort-für-Wort-Protokoll.
Gute Notizen helfen dir doppelt. Beim Schreiben musst du entscheiden, was wirklich zählt, also denkst du mit statt nur abzuschreiben, und das bleibt schon beim ersten Mal besser hängen. Vor der Prüfung hast du dann eine kurze, saubere Version zum Wiederholen statt das ganze Buch noch mal zu lesen. Beliebt ist die Cornell-Methode: Notizen rechts, Schlüsselfragen links, unten eine Zeile Zusammenfassung.
Der größte Fehler ist, jedes Wort mitschreiben zu wollen. Wer die ganze Vorlesung abtippt, hört nicht mehr zu und hat am Ende Seiten, die er nie wieder anschaut. Schreib lieber die Kernpunkte, die Beispiele und alles, was die Dozentin wiederholt oder als wichtig markiert. Lass Lücken, um später noch etwas zu ergänzen.
In der Organik-Vorlesung schreibt Mara nur die Reaktionsnamen, die Bedingungen und je ein Beispiel in die breite Spalte. Links notiert sie Fragen wie "warum braucht das Hitze?". Abends deckt sie die Notizen ab und beantwortet ihre eigenen Fragen aus dem Kopf.
- 1Schreib nur Kernideen, Beispiele und Wiederholtes auf, nicht jedes Wort.
- 2Nutze eigene Worte, damit du es verstehst und nicht nur abschreibst.
- 3Lass Platz für Sachen, die du verpasst hast oder noch nachschlägst.
- 4Lies deine Notizen am selben Tag noch mal und schließe Lücken.
- 5Mach Schlüsselpunkte zu Fragen und prüf dich aus dem Gedächtnis.