Cornell-Methode
Die Cornell-Methode ist ein Notizen-Layout, das jede Seite in drei Teile gliedert: eine schmale Spalte links für Stichwörter, eine breite Spalte rechts für die Notizen und eine Zusammenfassungszeile unten. Du schreibst rechts mit, ergänzt links Fragen und fasst unten kurz zusammen, damit du dich später anhand der Stichwörter selbst abfragen kannst.
Das Layout übernimmt die Arbeit. Die Stichwortspalte und die Zusammenfassungszeile machen aus einer flachen Notizenseite einen eingebauten Selbsttest. Du deckst die rechte Spalte ab und beantwortest die Stichwörter aus dem Kopf. Das ist aktives Abrufen statt passivem Wiederlesen.
Oft wird gedacht, es gehe vor allem um sauberes Mitschreiben während der Vorlesung. Der Nutzen entsteht aber danach, wenn du die Fragen links und die Zusammenfassung unten in eigenen Worten ergänzt. Lässt du das weg, hast du nur Notizen in einer schmaleren Spalte.
In einer Biologie-Vorlesung füllst du die rechte Spalte mit den Schritten des Citratzyklus. Nach der Vorlesung schreibst du links Stichwörter wie "Was produziert der Citratzyklus?" und "Wo läuft er ab?" und unten eine Zeile Zusammenfassung. Am Abend vor der Prüfung deckst du rechts ab und beantwortest die Stichwörter laut.
- 1Teile jede Seite in eine schmale linke Spalte, eine breite rechte Spalte und einen Zusammenfassungsstreifen unten.
- 2Schreibe während der Vorlesung oder Lektüre nur in der breiten rechten Spalte mit, in kurzen Stichpunkten.
- 3Ergänze bald danach links Stichwortfragen oder Schlüsselbegriffe, die zu den Notizen daneben passen.
- 4Schreibe unten in zwei bis drei Sätzen eine Zusammenfassung der Seite in eigenen Worten.
- 5Zum Wiederholen deckst du die rechte Spalte ab, beantwortest jedes Stichwort aus dem Kopf und prüfst dann nach.