Wie hörst du auf zu prokrastinieren?
Fang winzig an. Such dir den kleinsten ersten Schritt, zum Beispiel die Notizen aufzumachen, und mach nur das. Stell einen Timer auf zwei Minuten und sag dir, dass du danach aufhören darfst. Meistens machst du einfach weiter, denn das Anfangen war das Schwere. Prokrastination ist dein Kopf, der einem blöden Gefühl ausweicht. Mach das Anfangen leicht, dann wird der Frust kleiner.
Prokrastinieren ist keine Faulheit. Dein Kopf will einem blöden Gefühl ausweichen, zum Beispiel Langeweile, Stress oder dem Nichtwissen, wo du anfangen sollst. Die Aufgabe wirkt riesig und verschwommen, also schiebst du sie weg und scrollst lieber. Die Lösung ist nicht mehr Disziplin. Die Lösung ist, den Anfang so klein zu machen, dass er nicht mehr wehtut.
Mach die Aufgabe so klein, dass der erste Schritt unter zwei Minuten dauert. Aus "für die Klausur lernen" wird "Kapitel 3 aufschlagen". Wenn das immer noch zu viel ist, mach es noch kleiner. "Einen Absatz lesen." Sobald du in Bewegung bist, hört dein Kopf auf, sich zu wehren, und der nächste Schritt geht leichter. Es geht nur ums Anfangen, nicht ums Fertigwerden.
Dann räum die Hürden weg. Leg dein Handy in einen anderen Raum, mach die anderen Tabs zu, leg dir alles bereit, bevor du dich hinsetzt. Jedes kleine Hindernis ist eine Ausrede, die nur auf ihren Moment wartet. Je weniger Schritte zwischen dir und dem Start liegen, desto weniger kann dein Kopf meckern.
- 1Such dir den kleinsten ersten Schritt, zum Beispiel die Datei aufmachen oder eine Zeile lesen.
- 2Stell einen Timer auf zwei Minuten und sag dir, dass du aufhören darfst, wenn er klingelt.
- 3Fang an. Meistens machst du über den Timer hinaus weiter.
- 4Leg dein Handy in einen anderen Raum und mach alles zu, was du nicht brauchst.
- 5Wenn eine Aufgabe zu groß wirkt, teil sie in Stücke und schau nur das erste an.
- 6Ein Stück geschafft? Kurze Pause, dann der nächste winzige Schritt.