Open-Book-Klausur
Eine Open-Book-Klausur ist eine Prüfung, bei der du deine Notizen, dein Lehrbuch oder andere Unterlagen benutzen darfst. Klingt leicht, ist es aber nicht: Die Fragen prüfen, ob du den Stoff verstehst und anwenden kannst, nicht ob du ihn nachschlagen kannst.
Der Haken: Offene Unterlagen heißt nicht weniger Aufwand. Die Lehrkraft weiß, dass du deine Notizen hast, also stellt sie schwerere Fragen. Du sollst erklären, vergleichen oder ein Problem lösen, nicht eine Definition abschreiben. Wenn du das Thema nicht verstehst, helfen dir deine Notizen nicht.
Das zweite Problem ist die Zeit. Durch hundert Seiten zu blättern, um einen Fakt zu finden, kostet Minuten, die du nicht hast. Wer gut abschneidet, lernt vorher so, als wäre es eine geschlossene Prüfung, und baut sich dann ein schnelles System zum Nachschlagen. Diese Person weiß vorher ungefähr, wo alles steht.
Die eigentliche Arbeit passiert also vor der Prüfung. Lerne den Stoff, bis du ihn verstehst, und ordne deine Notizen so, dass du jeden Fakt in Sekunden findest.
Mara hatte eine Open-Book-Klausur in Geschichte und hat kaum gelernt, weil sie dachte, sie schlägt alles nach. Die Fragen wollten zwei Revolutionen vergleichen, keine Daten aufzählen. Sie hat die halbe Zeit mit Blättern verschwendet und die letzte Frage nicht mehr geschafft.
- 1Lerne zuerst so, als wäre es eine geschlossene Prüfung, bis du die Themen wirklich verstehst.
- 2Mach dir eine Übersicht auf einer Seite, damit du weißt, wo was steht.
- 3Setze Reiter, Überschriften oder Farben, damit du schnell zum richtigen Abschnitt springst.
- 4Übe die Art Fragen, bei der du anwenden oder vergleichen musst, nicht nur abrufen.
- 5Beantworte am Prüfungstag zuerst, was du kannst, und schlag nur zum Prüfen nach.