Spickzettel
Ein Spickzettel ist eine dichte Einseiten-Übersicht mit den wichtigsten Formeln, Definitionen und Fakten zu einem Thema. Studierende erstellen ihn für Open-Book-Klausuren oder nutzen ihn für die letzte Wiederholung und behalten nur, was sie sich schwer merken.
Der eigentliche Nutzen eines Spickzettels liegt im Erstellen. Um ein ganzes Thema auf eine Seite zu bekommen, musst du entscheiden, was wirklich zählt, und den Rest streichen. Dieses Sortieren zwingt dich, den Stoff zu verarbeiten. Der Zettel ist also schon vor der Prüfung ein Lernwerkzeug.
Ein häufiger Fehler ist, alles abzuschreiben. Der Platz ist knapp, und eine Textwand findet man unter Druck nur langsam. Lass weg, was du sicher kannst, und behalte nur die Stellen, an denen du hängst. Was du nicht verstehst, gehört nicht auf den Zettel.
Eine Physikstudentin teilt für eine Open-Book-Klausur eine Seite in drei Spalten: Mechanik, Wellen und Elektrizität. Unter jede Überschrift schreibt sie nur die Formeln, die sie ständig verwechselt, etwa die Linsengleichung und die Wellengeschwindigkeit. Was sie auswendig kann, lässt sie weg, damit die Seite übersichtlich bleibt.
- 1Liste alle Formeln, Definitionen und Fakten auf, die das Thema abfragen könnte.
- 2Streiche, was du schon sicher kannst. Behalte nur die Schwachstellen.
- 3Ordne den Rest unter klaren Überschriften nach Thema oder Anwendungssituation.
- 4Nutze Spalten, Farben und kurze Stichworte, damit du jeden Punkt in Sekunden findest.
- 5Prüfe die Regeln deines Kurses und lass den Zettel bei Bedarf vorher genehmigen.