Durchlernen (die Nacht durchmachen)
Durchlernen heißt, dass du die ganze Nacht vor einer Prüfung lernst, statt zu schlafen. Man macht das, um noch mehr reinzukriegen, aber meistens geht es nach hinten los, weil dir der fehlende Schlaf vieles vom gerade Gelernten wieder wegnimmt.
Das Problem liegt daran, wie dein Gehirn mit dem Gedächtnis umgeht. Im Schlaf nimmt es das, was du tagsüber gelernt hast, und speichert es richtig ab. Lässt du den Schlaf weg, fällt dieser Schritt aus, und vieles vom Gepauke bleibt nie hängen. Du gehst in die Prüfung, hast alles einmal gesehen und kriegst kaum noch was zusammen.
Dazu kommt der nächste Morgen. Nach einer Nacht ohne Schlaf sackt deine Konzentration stark ab und du reagierst viel langsamer. Manche Studien sagen, es trifft dich ungefähr so wie ein paar Drinks. Selbst das, was du eigentlich kannst, kommt dann schwerer raus, wenn du es brauchst.
Besser ist es, in kleineren Häppchen über ein paar Tage zu lernen und vor der Prüfung wirklich zu schlafen. Du behältst mehr und kannst klar denken. Um drei Uhr nachts fühlt sich Durchlernen produktiv an, aber in der Prüfung zahlt es sich selten aus.
Mara hatte um neun ihre Psychologie-Klausur und kaum auf die Folien geschaut. Sie blieb die ganze Nacht wach und las sie immer wieder durch. In der Klausur fielen ihr ständig Begriffe nicht ein, die sie vier Stunden vorher gelesen hatte, und ab der zweiten Seite fielen ihr fast die Augen zu.