Wie lernt man richtig mit einem Lehrbuch?
Lies aktiv statt passiv. Überfliege vor jedem Kapitel die Überschriften und mach Fragen daraus. Dann lies, um genau diese Fragen zu beantworten, statt nur zu markieren. Nach einem Abschnitt klappst du das Buch zu und schreibst alles auf, woran du dich erinnerst. Prüfe, was gefehlt hat, und mach aus den Lücken Karteikarten oder Übungsfragen.
Nochmal lesen und markieren fühlt sich produktiv an, baut aber meist nur Scheinsicherheit auf. Der Text wirkt vertraut, also denkst du, du kannst ihn. Der Trick ist, dein Gehirn die Information aktiv abrufen zu lassen, statt nur mit den Augen drüberzugehen.
Eine aktive Methode macht aus dem Lesen eine Reihe kleiner Tests. Das Überfliegen gibt dir eine Landkarte des Kapitels. Überschriften in Fragen umzuwandeln gibt dir einen Grund, jeden Abschnitt zu lesen. Lesen, um zu antworten, hält dich konzentriert. Und das Abrufen aus dem Gedächtnis nach dem Zuklappen ist der Schritt, der den Stoff wirklich ins Langzeitgedächtnis bringt.
Der letzte Schritt zahlt sich über ein ganzes Semester am meisten aus. Jede Frage und jede Karteikarte aus einem Kapitel wird zu einem Werkzeug, das du vor der Prüfung wieder nutzt. Verteile die Wiederholungen über mehrere Tage statt zu pauken, und geh die Karten erneut durch, die du immer wieder falsch hast.
- 1Verschaffe dir einen Überblick: Überfliege Überschriften, fett gedruckte Begriffe, die Zusammenfassung und Grafiken, bevor du ein Wort liest.
- 2Mach aus jeder Überschrift eine Frage. Aus 'Ursachen der Inflation' wird 'Was verursacht Inflation?'
- 3Lies einen Abschnitt nach dem anderen, um deine Frage zu beantworten. Mach kurze Notizen in eigenen Worten statt zu markieren.
- 4Klapp das Buch zu und schreib alles auf, woran du dich aus dem Abschnitt erinnerst, ohne nachzusehen.
- 5Öffne das Buch und prüfe deine Notizen. Markiere, was gefehlt hat oder falsch war.
- 6Mach aus den Lücken Karteikarten oder Übungsfragen und wiederhole sie in den nächsten Tagen.