Wie lernt man Psychologie?
Psychologie hat drei Ebenen: Begriffe, Theorien und Studien. Für die Begriffe nimmst du Karteikarten, damit die Fachwörter sitzen. Jede Theorie verknüpfst du mit einem echten Beispiel, das du dir vorstellen kannst. Die bekannten Studien stellst du nebeneinander: wer was gemacht hat und was es zeigte. Dann übst du, Konzepte auf neue Fälle anzuwenden. Verstehen schlägt hier reines Auswendiglernen.
Psychologie wirkt leicht, weil es um Menschen geht. Dann verlangt die Klausur, dass du zwanzig Begriffe genau definierst, den richtigen Theoretiker nennst und ein Konzept auf einen unbekannten Fall anwendest. Der Trick ist, jede Ebene anders zu lernen. Begriffe sind reines Gedächtnis, dafür sind Karteikarten und verteiltes Wiederholen da. Theorien brauchen einen Anker, also koppelst du jede an ein konkretes Beispiel. Studien brauchen Vergleich, also reihst du sie auf.
Lerne eine Theorie nie nur als Definition. Lerne sie mit einem Bild. Klassische Konditionierung ist der Hund und die Glocke. Operante Konditionierung ist die Ratte, die für Futter einen Hebel drückt. Kognitive Dissonanz ist jemand, der raucht und weiß, dass es schadet, und sich deshalb eine Geschichte zurechtlegt. Das Beispiel merkst du dir wirklich, und es zeigt, dass du es verstanden hast.
Für Studien machst du eine kleine Tabelle: wer hat sie durchgeführt, was wurde gemacht, was kam heraus und ein Kritikpunkt. Milgram, Asch, Zimbardo, Loftus, Bandura. Wenn du zwei Studien vergleichen und sagen kannst, welche welche Theorie stützt, bist du bereit. Die schwersten Fragen geben dir eine neue Situation und fragen, welches Konzept passt. Übe das gezielt.
- 1Schreib die wichtigsten Begriffe des Themas auf Karteikarten, Definition auf die Rückseite. Wiederhole mit verteiltem Wiederholen.
- 2Schreib zu jeder Theorie ein echtes Beispiel daneben. Ein Bild, das du im Kopf abspielen kannst.
- 3Mach eine Vergleichstabelle der Studien: Forscher, Methode, Ergebnis, ein Kritikpunkt. Eine Zeile pro Studie.
- 4Übe, Konzepte auf neue Fälle anzuwenden. Lies eine kurze Situation und benenne, welche Theorie oder welcher Begriff darin steckt.
- 5Erklär ein schwieriges Konzept laut, als würdest du es einem Freund beibringen. Wo du stockst, ist die Lücke.
- 6Misch vor der Klausur durch. Frag dich quer durch die Themen ab, nicht ein Kapitel nach dem anderen.